New Work, Post Corona & Rental

New Work, Post Corona & Rental

Megatrend New Work

New Work ist längst kein Modebegriff mehr. 
Von einem revolutionären Konzept aus den 1970er Jahren hat sich die neue Arbeitswelt inzwischen in vielen Bereichen etabliert.

Die dynamische Entwicklung wird durch die Digitalisierung und den demographischen Wandel stark beeinflusst.
 
Die Chancen für Möbelherstellern und -händler im Heute und einer Post-Corona-Zeit, mit innovativen Angeboten bestehende und neue Kunden zu halten und zu erreichen.

Neues Arbeiten, neue Kunden – neue Angebote.

Der Einfluß auf die Möbelbranche

New Work steht für einen vielschichtigen Prozess mit grundlegenden Veränderungen der Arbeitswelten. Die dynamische Entwicklung wird durch die Digitalisierung und den demographischen Wandel stark beeinflusst.

Getrieben durch die Digitalisierung verändert sich die Art des Arbeitens radikal. Prozesse, Tätigkeiten und Abläufe werden neugestaltet und schaffen kreative Freiräume. Dazu kommen die neuen Generationen mit anderen Vorstellungen zur persönlichen und beruflichen Entfaltung. Individualisierung steht im Mittelpunkt.

Mit Blick auf die Möbelindustrie heißt das, sich schnell und umfassend der Digitalisierung vor allem im Handel zu stellen, um sich auf veränderte Kundenbedarfe und Anforderungen auszurichten.

Nehmen wir aus dem „New Work-Universum“ mit Co-Working ein großes Thema heraus, um die Auswirkungen auf die Möbelbranche zu betrachten.

Was ursprünglich mit überschaubaren Angeboten für Freelancer und Startups begann, hat sich schnell als eine akzeptierte Alternative zur traditionellen Office-Kultur etabliert. Moderne Arbeitswelten, Gemeinschaftsbüros mit urbanem Flair boomen weltweit.

Ein gutes Beispiel für die Vielfalt von Co-Working ist der 3-monatige Test der Berliner Finanzverwaltung.

Im Januar 2020 startete sie „Arbeit mal anders – zukunftsfähige Arbeitskultur in der Senatsverwaltung für Finanzen“.

Für die Büromöbelhersteller bedeutet das eine Ausrichtung auf neue Zielkunden und Überprüfung bzw. Anpassung des Produktportfolios.

Was gestern noch gefragt war, ist heute möglicherweise nicht mehr zeitgemäß.

Was bleibt in der Post-Corona-Zeit?

Die Pandemie mit ihren Folgen hat diese Entwicklung noch verstärkt und viele Unternehmen zu schnellen Anpassungen ihrer Abläufe gezwungen. Arbeiten von Zuhause war vorher auch schon vorhanden, aber Homeoffice passiert jetzt in einem viel größerem Umfang.

Bedingt durch die zu treffenden Sicherheitsmaßnahmen hat sich der Fokus nach Hause verschoben. Die Büropräsenz und auch das Arbeiten in Co-Working Spaces ist vorerst in den Hintergrund getreten.

Ich bin davon überzeugt, dass im Alltag dieses Zusammenspiel als Next Level mit Schwerpunkt Homeoffice bleiben wird. Remote Arbeiten bedeutet aber eben auch, digital von überall. Co-Working muss sich dabei nicht neu erfinden, aber noch mehr den Spagat des individuellen Arbeitens und kommunikativen Austausches gerecht werden als zuvor.

Das Gleiche gilt für den klassischen Büroarbeitsplatz, Die Unternehmen müssen sich so aufstellen, dass diese Möglichkeiten interessant für die Nutzer wieder werden.

Krisen zwingen dabei immer zum Umdenken und Suchen nach neuen Lösungen.

So bieten beispielsweise Hotels ihre freien Kapazitäten selbst oder in Kooperationen für Co-Working incl. dem Full-Service-Paket der vorhandenen Infrastrukturen an. 

Die Arbeitswelten sind dynamischer geworden und nehmen neue Aspekte schneller mit auf als vorher. 
Wir lernen dabei, dass wir uns alle auf diese Veränderungen einstellen müssen und es auch können.

Für die Möbelbranche liegen hier Chancen für neues Wachstum, nicht nur im Büromöbelsegment. 
Es bieten sich sogar Möglichkeiten, Trends aus anderen Branchen aufzugreifen und für sich nutzbar zu machen. 

Produkte mieten ist in vielen Bereichen unseres Alltags bereits gelebte Praxis.

Rental - Mehr als eine Option

Alle Szenarien einer Post-Corona-Zeit sind gegenwärtig noch sehr theoretisch und besitzen bestenfalls Trendcharakter. Wir können alle noch nicht die genauen Entwicklungen einschätzen. Das bedeutet, dass die Anforderungen an Flexibilität steigen werden.

Verschiedene Arbeitsumgebungen erfordern deshalb auch erweitere Angebote in der Bereitstellung von Möbelausstattungen, um die wirtschaftlichen Risiken besser kalkulierbar zu machen.

Angebote auf Vermietbasis mit Blick auf New Work sind daher nur folgerichtig und ein zeitgemäßes, wirtschaftliches Erfordernis für die Möbelindustrie und ihre Handelsstrukturen. Die aktuellen und neuen Kunden der Arbeitswelten benötigen diese zusätzlichen Konzepte, um selbst überleben zu können. Und damit ist es auch ein Stück mit eine Absicherung der eigenen Existenz der Branche.

Lt. einer Studie zu „Neues Arbeiten in Deutschland“ von SCHÖNER WOHNEN und stern aus 10/2020 ist die Hälfte der Arbeitnehmer bereit, bis zu 500 € in das eigene Homeoffice selbst zu investieren.

77% der befragten Unternehmen würden mehr Geld für Möbel und Flächengestaltung ausgeben, wenn die finanziellen Mittel vorhanden wären.

Wir leben in einer Situation, wo einerseits diese Anpassungen notwendig, aber finanzielle Budgets knapper werden und die zeitlichen Dimensionen der Nutzung noch nicht gesichert sind.

Die Frage ist, warum eine Investition nur über das Kaufen erfolgen sollte, wenn es doch bereits mit Mieten Alternativen gibt.

Auszug aus Studie "Neues Arbeiten in Deutschland" 10/2020

Angebote auf Vermietbasis mit Blick auf New Work sind daher nur folgerichtig und ein zeitgemäßes, wirtschaftliches Erfordernis für die Möbelindustrie und ihre Handelsstrukturen.
Die aktuellen und neuen Kunden der Arbeitswelten benötigen diese zusätzlichen Konzepte, um selbst überleben zu können. Und damit ist es auch ein Stück weit mit eine Absicherung der eigenen Existenz der Branche.

Nachfrage vs. Angebot

Das Thema ist auch nicht neu im Möbelbereich. Gerade im New Work-nahen Segment der Eventbranche ist es bereits ein bekanntes Modell mit langjährigen Erfahrungen. Aber auch im Umfeld der Büro-und Wohnmöbel werden durch verschiedene Anbieter seit Längerem Angebote bereitgestellt.

Die Herausforderung liegt weniger bei den Produkten, denn hier hat die Möbelindustrie die Voraussetzungen durch die eingesetzten Materialien und die Herstellung für eine Mehrfachnutzung größtenteils.

Es ist viel mehr das Gesamtkonzept von  Vermieten / Mieten, welches ein noch stärkeres Zusammenspiel mehrerer Partner erfordert. Beispielsweise bedarf es angepasster Inhalte zu Mietbedingungen bei Haftung und Versicherung, um das Prozedere noch zu vereinfachen.

Grundsätzlich entspricht Rental den Kundenanforderungen auch im New Work-Zeitalter.

Neben dem Thema von mehr gelebter Nachhaltigkeit ist es vor allem die Erfüllung der Bedürfnisse nach Flexibilität und Individualität.

Für die Möbelbranche geht es bei den Mietangeboten um Ergänzung der Nutzungsmöglichkeiten für die Kunden und nicht um die Verdrängung des Kaufens. 

Und ja, in Teilen unseres privaten und beruflichen Alltags werden Mietprodukte zukünftig auch dominieren. Vielleicht wird New Work in manchen Bereichen ein solcher werden.

New Work, Post Corona & Rental

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Nach oben scrollen